#Autorenwahnsinn, 12. Tag

Ein Zitat aus meinem letzten – oder eher vorletzten? – Projekt, gerne. Das Bild ist wieder ein Mockcover einer lieben NaNo Kollegin.

Noch immer kann ich nicht ausmachen, was da auf der Wiese unter den Apfelbäumen steht. Es ist, als ob jeder der Baumstämme doppelt so dick wäre, fünf oder sechs sind es. Hin und wieder sehe ich eine leise Bewegung – ist es nur der Wind, sind es Schatten? Oder Menschen?

So kann ich nichts erkennen. Ohne Licht zu machen schleiche ich mich ins Wohnzimmer. Auch von dort kann ich diese Wiese sehen, aber auch die Straße weiter entlang und ein Stück der anderen, die von hier aus abzweigt. Und da bewegt sich etwas am Zaun entlang. Zwei Gestalten. Die eine ähnelt dem Mann, den ich fortrennen sah, nachdem er hier das Huhn geschlachtet hatte, und dessen Beschreibung auch auf Axels Angreifer passen würde. Also hat mich mein Gefühl doch nicht getrogen, irgendetwas ist da im Gange. Mein nächster Weg ist in die Küche. Ein Eimer Wasser und ein Messer – ich habe ja keine Ahnung, was sie diesmal vorhaben. Ich sehe sie die Straße überqueren, sie huschen vorsichtig im Schatten des Nachbarhauses bis an den Zaun meines Grundstücks. Soll ich die Polizei anrufen? Eher sinnlos. Aber wen sonst?

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#Autorenwahnsinn, 10. Tag

Seit ich ein leergezogenes Kinderzimmer zum Arbeitszimmer umräumen durfte, habe ich tatsächlich einen echten Schreibplatz. Aus diversen Gründen sitze ich lieber mit hochgelegten Beinen, und nachdem ich mir dann so ein praktisches Klapptischen gekauft habe, auf dem der Laptop gut steht, geht das noch viel besser. Wenn … tja, wenn nicht jemand anders darunter schlafen möchte …

#Autorenwahnsinn, 9. Tag

Kann man wirklich sagen, dass man von einem bestimmten Autor inspiriert wird/wurde? Dann müsste ich Louisa May Alcott (Little Women) nennen, deren Jo die erste fiktive Gestalt war, die mir klar machte, dass all die Bücher, die ich so gerne las, ja auch von jemandem geschrieben werden müssten, und dass das eine tolle Sache ist. Wie alt war ich da? Vielleicht 10? Ich bin mir nicht mehr sicher. Das Buch, inzwischen auf englisch gemeinfrei, habe ich mir bei Gutenbergs heruntergeladen, weil ich die alte deutsche Ausgabe nicht mehr besitze.

Das gilt auch für einige Bücher eines anderen Autors, den ich wirklich bewundere – Heinrich Böll (dessen Bücher ich mir jetzt als eBooks kaufe, nur damit hier kein Missverständnis entsteht. Sowohl, wie ich gestern auf Twitter erwähnte, „Gruppenbild mit Dame“ als auch „Ansichten eines Clowns“ und insbesondere „Katharina Blum“ sind für mich besondere Bücher, zeitlos. Was aber Böll selbst angeht ist es die Tatsache, dass er nicht im Elfenbeinturm lebte, sondern eine dezidierte politische Meinung vertrat und mit seinen Büchern auch entsprechend etwas zu sagen hatte, der Grund, warum er bei mir fast ganz oben auf einer recht langen Liste steht, zumindest im Bereich der Belletristik.

Ähnlich steht es mit Grass, den ich zwar bisweilen schwer verdaulich finde, aber zumindest war er kein Drückeberger, wenn es um politische Stellungnahme ging.

Natürlich kann man sich kaum vornehmen, schreiben zu wollen wie solche Größen, aber ich finde es immer gut, wenn man noch zu jemandem aufschauen kann.

Da ich aber auch sehr gerne Krimis lese, möchte ich ein paar von mir besonders geschätzte Autoren nicht ungenannt lassen: W. Schorlau (dessen deutsche Krimis ich schätze, weil er sich nicht mit trübsinnigen Polizisten abgibt, sondern heiße Eisen recherchiert), Elizabeth George wegen ihrer feinziselierten Darstellungen, Faye Kellerman für sehr inspirierende Figuren … von AltmeisterInnen wie Dorothy Sayers mal ganz abgesehen!

Damit es aber nicht zu langweilig wird, mache ich hier Schluss – freue mich aber, falls jemand hier kommentieren mag, zustimmend, ablehnend oder über seine eigenen Lieblingsautoren!

 

#Autorenwahnsinn, 8. Tag

Lieblingsbücher – eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Ich stand vor meinem Regal, das seit meinem Umzug nach Amman ohnehin nicht so groß ist und fragte mich, welches Buch oder welche Bücher ich denn benennen sollte. Es sind drei geworden, die mir aus verschiedenen Gründen lieb sind; über zwei gibt es hier im Blog kurze Artikel, nämlich über Suna und Mornings in Jenin.

Der Gedichtband ist alt, aber immer noch oder schon wieder irgendwie aktuell. Den Autor habe ich auf einer Lesung von Wallraff etwa 1985 (ich kann mich um ein Jahr oder so irren) kennengelernt, weiß aber nicht, was aus ihm wurde, und der Name auf dem Buch ist ein Pseudonym.

Vielleicht fange ich nächsten Monat eine Liste von Lieblingsbüchern hier auf dem Blog an …

#Autorenwahnsinn, 7. Tag

Wie ich bereits zu Anfang erwähnte, ist Instagram nicht meine Heimat im Internet. Viel Zeit verbringe ich als @SusanneAmman auf Twitter, wo ich mich glücklich schätze, eine tolle Timeline und viele nette Follower zu haben, die meine völlig verschiedenartigen RTs nicht zum Anlass nehmen, mich zu entfolgen.

Da ich aber auch gerne, wenn auch völlig unprofessionell fotografiere, stelle ich immer mal wieder ein paar meiner Lieblingsfotos hier aus: https://500px.com/werrakind

Das sind sehr unterschiedliche Bilder, vielleicht einfach mal gucken.

Dazu kommt dann dieser Blog und der Jordanienblog sowie der derzeit ebenso schlafende in englischer Sprache – alles eher Spaßprojekte, aber das muss auch sein.

#Autorenwahnsinn, 5. Tag

Wie man unschwer auf dem Bild erkennt, arbeite ich derzeit mit Scrivener. Viele meiner Manuskripte sind jedoch mit Word entstanden, vor allem, wenn ich im NaNo schnell schreibe, andere wiederum eigenen sich m.M.n. besser für den Ywriter, weil dort die PoVs besser darzustellen sind.

Bei allen dreien fehlt mir die frühere Duden-Korrektur 😦