#Autorenwahnsinn – Schreibziele

Der letzte Tag des Autorenwahnsinns im Januar sowie der erste Freitag im Februar fragten nach Schreibzielen – für das Jahr und für den Monat. Ich bin um die Frage herumgeschlichen – ich schreibe noch immer nicht wieder regelmäßig und scheine mich auch nicht recht entscheiden zu können, welchem meiner Projekte ich den Vorzug geben soll.

Am nervenschonendsten wäre sicher mein Jordanien-Projekt. Dazu wünsche ich mir wirklich ein oder zwei „Schreibbuddies“, die mir helfen, meiner Betriebsblindheit zu entgehen: nach fast acht Jahren fallen mir hier viele Dinge gar nicht mehr auf, mir fehlt oft das Gespür dafür, was erwähnenswert ist und was doch schon selbstverständlich.

Weniger gemütlich wäre es, wenn ich eines meiner Romanprojekte vollenden oder neuschreiben wollte – die sind alle eher anstrengend, sei es, dass sie sich mit Drohnenmorden, Bomben in friedlichen Städten oder privateren Unglücken befassen.

Erstes Problem: wie kriege ich mich noch zum Schreiben in meinem Stil, wenn ich den ganzen Tag beim Übersetzen tausende Wörter lang versucht habe, den Stil und die Stimme anderer Autoren zu übertragen? Manchmal mag ich abends einfach meinen Laptop nicht mehr sehen. Nein, mit der Hand zu schreiben ist keine Alternative, habe ich versucht, aber meine Hand mag das nicht. Vielleicht sollte ich mutig sein und lieber mit meinen eigenen Sachen morgens beginnen? Das wird die Entscheidung für die nächsten Tage …

Und dann könnte ich vielleicht absehen, wie lange ich rechne, dass ich für das dann auf dem Tisch liegende Projekt brauchen werde. Wenn mir nicht wieder das Leben dazwischenkommt!

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#Autorenwahnsinn, 3. Tag

Was mich zu dem Projekt inspieriert hat – sicher leicht nachzuvollziehen: ich wollte erzählen, wie ich hier so lebe, gerade auch, weil Jordanien im deutschsprachigen Raum so wenig auf dem Radar ist. Bücher über Jordanien (außer Reiseführern)? Ich freue mich über Empfehlungen.

Was Jordanien sonst noch ist:

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Endlich….

Seit einiger Zeit hatte ich einen Ausflug geplant – wohin? In eine kleine, hübsche Buchhandlung, wo ich englische Bücher erstehen kann. Mir war ohnehin der Lesestoff ausgegangen, und dann kam mir noch das Gerücht zu Ohren, dass im Fenster ein Schild stehe, „Sale“ – bitte doch kein Ausverkauf? Das wäre ja gräßlich!

Nein, so schlimm kam es nicht. Sondern vielmehr hatte man wohl die Bestände gesichtet und einige Ladenhüter, leicht beschädigte  oder sonst schlecht verkäufliche Bücher herausgesucht, sie auf einen Tisch gelegt und zu halben Preisen angeboten. Vielleicht war das Angebot am Anfang besser, als ich kam, musste ich schon etwas suchen, um für mich Interessantes zu finden. Noch ein Blick in die Regale mit den regulären Angeboten – so recht glücklich bin ich mit dem Sortiment nicht, aber derzeit ist es meine einzige Quelle für neuen Lesestoff.

Ich ging dann mit zwei Tüten, gar nicht so viel ärmer, da Preise hier durchaus nochmal verhandelbar sind. Nun bin ich fleißig am Lesen, über das ein odere andere Buch wird hier demnächst auch etwas zu lesen sein.