#Autorenwahnsinn – Schreibziele

Der letzte Tag des Autorenwahnsinns im Januar sowie der erste Freitag im Februar fragten nach Schreibzielen – für das Jahr und für den Monat. Ich bin um die Frage herumgeschlichen – ich schreibe noch immer nicht wieder regelmäßig und scheine mich auch nicht recht entscheiden zu können, welchem meiner Projekte ich den Vorzug geben soll.

Am nervenschonendsten wäre sicher mein Jordanien-Projekt. Dazu wünsche ich mir wirklich ein oder zwei „Schreibbuddies“, die mir helfen, meiner Betriebsblindheit zu entgehen: nach fast acht Jahren fallen mir hier viele Dinge gar nicht mehr auf, mir fehlt oft das Gespür dafür, was erwähnenswert ist und was doch schon selbstverständlich.

Weniger gemütlich wäre es, wenn ich eines meiner Romanprojekte vollenden oder neuschreiben wollte – die sind alle eher anstrengend, sei es, dass sie sich mit Drohnenmorden, Bomben in friedlichen Städten oder privateren Unglücken befassen.

Erstes Problem: wie kriege ich mich noch zum Schreiben in meinem Stil, wenn ich den ganzen Tag beim Übersetzen tausende Wörter lang versucht habe, den Stil und die Stimme anderer Autoren zu übertragen? Manchmal mag ich abends einfach meinen Laptop nicht mehr sehen. Nein, mit der Hand zu schreiben ist keine Alternative, habe ich versucht, aber meine Hand mag das nicht. Vielleicht sollte ich mutig sein und lieber mit meinen eigenen Sachen morgens beginnen? Das wird die Entscheidung für die nächsten Tage …

Und dann könnte ich vielleicht absehen, wie lange ich rechne, dass ich für das dann auf dem Tisch liegende Projekt brauchen werde. Wenn mir nicht wieder das Leben dazwischenkommt!

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2 Gedanken zu „#Autorenwahnsinn – Schreibziele

  1. Wie spannend.
    Ich bin wirklich ganz und gar unhilfreich, was die Entscheidung angeht, WAS schreiben, denn der Beschreibung nach hätte ich alle deiner Projekte am besten heute schon.

    Ganz viel Erfolg damit.
    Und wieso nicht mutig sein und deinen eigenen Projekten Priorität verleihen! Fänd ich gut.

    Liebste Grüße,
    Kira

    1. Danke für den aufmunternden Kommentar – leider habe ich nichts davon verwirklicht, dieser Beitrag ist tatsächlich vom letzten Jahr, seither habe ich nicht einmal mehr gebloggt. Ein Grund: zu viel Arbeit. Nach mehr als 5000 Wörtern Übersetzung pro Tag (meistens) ist mein Kopf zu leer. Dazu kommen gewisse Motivatonsprobleme – deine Worte helfen vielleicht mit, gerade gestern Abend hatte ich eines meiner Projekte aufgemacht und grübelte, wie ich es umarbeiten könnte, um es zu beenden … Manchmal fehlt mir vielleicht ein passendes Gegenüber – ich war lange in einem Schreibforum, habe dort liebe Freunde, bin aber kaum noch da, weil ich auch den Eindruck habe, dass kaum jemand mit meinen Sachen etwas anzufangen weiß ….

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