Prekäre Literatur

Anne Köhler – nie gehört. Und so beschloss ich, das Interview im SPON zu lesen, da mir der Titel des dort vorgestellten Buches doch gefiel: „Nichts werden macht auch viel Arbeit“. Eine junge Frau, die schreiben will, finanziert sich ihr Leben mit Nebenjobs.

Ich denke, das ist für viele Realität – und wenn sie nun daraus ein Buch gemacht hat, das das Ganze auch noch humorvoll verpackt, kann ich sie erst mal nur beglückwünschen. Ihr Verleger DuMont hat es nun auch fertig gebracht, dieses SPON-Interview zu arrangieren – die Chance hat nicht jeder.

Schockiert hat mich die Missgunst vieler Kommentatoren in dem dazu geschalteten Diskussionsforum. Bis jetzt drei Seiten, einer sagt, er habe begonnen das Buch zu lesen, lese sich gut. Der Rest kommentiert ihre Lebensweise – dabei beschreibt sie, wie sie sich mit schlecht bezahlten Jobs finanziert, nicht, wie sie alle Möglichkeiten des Sozialstaates ausnützt. Sie lebt einfach anders – und der Hass, den ihr das einträgt, scheint mir eher auf die Unzufriedenheit der braven Bürger schließen zu lassen.

Falls jemand das Buch gelesen hat – bitte hier kommentieren, ich fände es interessant, zu wissen, ob es sich lohnt. Der Verlag lässt ja darauf schließen, dass es so ganz schlecht nicht sein kann.

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