Etwas weiter unten hier im blog steht ein älterer Artikel zum Thema: „Welche Immigranten will Deutschland eigentlich?“
Heute veröffentlicht SPON den „Zwischenruf einer zornigen Bewerberin“:
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,594772,00.html
Ihre Erlebnisse sind so typisch für das, was ich aus eigener und der Erfahrung von Freunden kenne, dass ich – teils wütend, teils nickend – den Artikel las, mich aber dann fragte, ob er irgendeinen Einfluss haben wird. Das Antidiskriminierungsgesetz ist zahnlos – trotz der umgekehrten Beweislast wird es bei dieser Art von Arbeitgeberverhalten nichts nützen. Und Einsicht bei denen, die hier gemeint sind? Dazu müssten sie erst mal erkennen, WIE rassistisch (im weiteren Sinne) ihre innere Einstellung tatsächlich ist.
Was lernt die Bewerberin? Hätte sie Jura studieren sollen? Da kann ich nur sagen, das nutzt erst recht nichts, denn unter Juristen ist es mindestens genauso schlimm. Welcher Lernerfolg könnte noch erzielt werden? Geh ins Ausland, gib deinen Kindern auf Biegen und Brechen deutsche Namen?
Es ist so alltäglich, so unvermeidbar in diesem Land – und, mit Verlaub gesagt, es k… mich an!
Nachtrag: als ich das schrieb, hatte ich noch nicht in das Forum hineingeschaut, das zu diesem Artikel geschaltet wurde. Aua! Vor allem nett ein Hinweis, dass es doch auf Sylt sooo viele Ausländer gebe, die in der Gastronomie arbeiten – da hätte sie sicher keine Schwierigkeiten. Dass sie sich ohnehin schon auf eine schlechte Stelle bewirbt, weil sie offensichtlich keine ausbildungsadäquate bekommt, wird dabei freundlich übersehen – ebenso wie ihr akademischer Titel…
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